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Pressebericht 9. Symposium

 

Durch Bewegung und Reize Aufmerksamkeit fördern und erhalten


Interaktiver Vortrag zum Thema Kommunikation mit Demenz-kranken Menschen
9. Symposium der Freien Soziale Dienste zwischen Elbe und Weser e. V. in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft Cuxland e. V.

"Links!" "Rechts!" "Los!" So tönt es durch die Räume der Heilig Kreuz Kirche in Otterndorf. Bei einer Lautstärke von mindestens 70 db wird im menschlichen Körper der Wachnerv (Hypothalamus) und somit die Aufmerksamkeit aktiviert. Dies funktioniert bei gesunden Erwachsenen ebenso wie bei Kindern und an Demenz erkrankten Menschen.
Diese und viele andere Informationen bekamen die Besucher des 9. Symposiums der Freien Sozialen Dienste zwischen Elbe und Weser e. V. am 17. September 2011 in den Räumen der Heilig Kreuz Kirche in Otterndorf. Prof. Dr. med. Fischer hatte zum Thema "Optimale Kommunikation mit demenzkranken Menschen" einen interaktiven Vortrag vorbereitet. Die Besucher der Veranstaltung waren aufgefordert, die vorgetragenen Erkenntnisse selbst sofort auszuprobieren. Die daraus gewonnenen Erfahrungen wurden mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Prof. Dr. med. Fischer betonte immer wieder, dass die Erkenntnisse aus der Demenzforschung auch auf den gesunden Erwachsenen und auch auf Kinder anzuwenden sind. Eine der Kernaussagen des Vortrages war das Ergebnis einer umfassenden Studie: Menschen, die sich allein, ohne Hilfe von außen, 24 Stunden pro Tag um ihren an Demenz erkrankten Angehörigen kümmern haben ein 6% höheres Risiko, ebenfalls an einer Demenz zu erkranken. Nach dem Ende der Betreuung benötigen diese Menschen im Schnitt 1,5 Jahre, um sich von der Belastung der Betreuung zu erholen. Interessiert können sich gezielt informieren auf der Internetseite www.wissiomed.de.

Nach der Mittagspause klärte dann der praktizierende Neurologe Dr. med. Arriens über praktische Probleme und Lösungsansätze für die Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen auf. Fragen der Zuhörer kamen vor allem zu den Themen Medikation und Betreuungsrecht. Diese wurden von Dr. Arriens umfassend und mit viel Enthusiamus beantwortet. Es war deutlich zu merken, dass Dr. Arriens sowie die Kollegen in seiner Cuxhavener Praxis mit viel Engagement das Wohl der Patienten im Blick haben.

Abschließend wurde vom Team der Freien Sozialen Dienste zwischen Elbe und Weser e. V. das Thema Ernährung bei Dementen vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung konnten dann die vorbereiteten Kostproben begutachtet und auch probiert werden. In netter Runde gingen die Mitarbeiter auch auf spezielle Fragen der Ernährung ein und gaben Tipps zur Ideen-Entwicklung und deren Umsetzung.


Alles in Allem waren die Vorträge des diesjährigen Symposium ein Leitfaden für den täglichen Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Aber auch für die Betreuung von Kindern sowie Anregungen für gesunde Erwachsene um den Ausbruch einer Demenz nach Möglichkeit zu vermeiden erhielten die Besucher jede Menge Informationen, die im täglichen Leben jederzeit anwendbar sind.

 



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Die Aktivierung des Hypothalamus wird selbst erlebt

 



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Tipps und Tricks zur Ernährung mit Kostproben!

 

 

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